Dienstag, 9. Dezember 2014

Leseprobe: Diätmarathon

Huhu ihr Lieben....

Ich freue mich, Euch die erste Leseprobe aus Schritt 1 des neuen Buches vorstellen zu dürfen.

Schritt 1 kommt in wenigen Tagen als EBook. Insgesamt wird es  5 Schritte geben:

1. Umdenken
2. Liebe dich satt
3. Esssen mit drei S
4. Bewegen mit drei S
5. Entpanung

Und hier nun die Leseprobe, Ich bin gespannt wie sie Euch gefällt.




Ich habe mir gedacht, während du genüsslich deine Schokotorte schlemmst, schreibe ich dir zur Belustigung mal einiges über die Diäten auf, die ich ausprobiert habe. 

Ich glaube es sind nicht alle aber auf jeden Fall die Gängigsten und ich vermute fast, meine Worte könnten vielleicht auch von dir sein?

Als ich ein Kind war, war ich leidenschaftliche Schwimmerin. Ich habe viele Urkunden und Medaillen abgeräumt. Ich musste sehr auf das Essen achten aber das war vernünftig, weil eben Eiweiß und Kohlenhydrate etc. ausgewogen sein mussten.
Irgendwann hatte ich keine Lust mehr auf den Stress, den so ein Sport mit sich bringt und hörte auf. Mit der Folge, dass ich zunahm.

Klar, wenn man vorher mehrmals in der Woche trainierte und nun kaum noch etwas an Bewegung hatte und außerdem endlich die heiß geliebten Süßigkeiten erlaubt waren, die vorher Buchstäblich ins Wasser fielen.
Ich war nicht dick aber man erzählte es mir. 

Von allen bekam ich zu hören, dass ich ja ganz schön zugelegt hätte. Dabei war ich eigentlich eine ganz normale Jugendliche in der Pubertät. Ich bekam Hüften und eben alles was zu einer normalen Frau irgendwann dazu gehören sollte.

In den folgenden Jahren war Diät mein absoluter Dauer-Begleiter. Was auch jemals auf den Markt kam, ich probierte es aus. Auch nach den Schwangerschaften war Gewichtsabnahme das vordergründige Thema. Anstatt mich zu Fragen, wie es mir mit meinen Kindern geht und ob ich mich wohl fühle als Mutter fragte man mich in jeder Krabbelgruppe, wieviel ich zugenommen hatte und wieviel wieder ab.

Eigentlich ging’s nur ums Gewicht.  
Die Mütter hatten kein anderes Thema. Nicht, das ich damals dick gewesen wäre, nein nein. Ich hatte eine normale Figur mit netten Rundungen. Ich machte Diät und Diät und Diät. Quälte mich tagelang mit leerem Magen herum und trank nur Säfte und Wasser.

Ich machte auf eigene Faust Heilfasten jedoch mit mäßigem Erfolg. Alles was ich abnahm, hatte ich doppelt wieder drauf, da ich mich bei der nächsten Party erst mal kräftig belohnte. Heute weiß ich natürlich das Heilfasten eine ganz andere Funktion hat aber damals, in meinem Diätwahn, war mir das nicht klar.

Irgendwann begegnete ich, der magischen Kohlsuppe. Magisch war vor allen Dingen der Brechreiz, den ich nach drei Tagen entwickelte wenn ich auch nur in die Nähe der Suppe kam. Also schüttete ich die Suppe ins Klo. Abgenommen hatte ich vielleicht 2 Kilo. Du ahnst es schon, weil mein Körper mich so gerne hat, gab er mir gleich 4 Kilo zurück. Falls noch mal schlechte Zeiten kämen und ich ekelhafte Kohlsuppe essen müsse.

Dann war ich mir sicher, ich hatte das Maß aller Dinge gefunden, als ich tolle Tropfen in der Apotheke fand. Simple Appetitzügler. Nach einer Woche kam ich ins Krankenhaus weil ich einen Schwächeanfall hatte. Die Appetitzügler hatten mir zwar 3 Kilo in einer Woche weggezaubert allerdings: 6 wieder drauf. Für den Fall das schlechte Zeiten… du weißt schon.

So ging es immer wieder runter und rauf und runter und rauf. Bis die nächste Diätwelle aus dem Fernseher in mein Esszimmer schwappte. Ich stopfte mir vieles anstelle des leckeren Essens in den Mund. Algenkapseln und Enzymkapsel, komische Fettverbrennungskapseln aus dem Internet nach denen ich mich fühlte als hätte man mich wie ein Duracell-Häschen aufgedreht und ich lief und lief und lief. Am Ende stopfte ich mir sogar Watte in den Mund. Ein Geheimtipp eines Models aus der Nachbarschaft um den Hunger zu dämpfen.

Nichts half. Zwar hatte ich keinen Hunger aber die Gier nach Kalorienreichem brachte mich um und war immer stärker. 

Ich sag doch der Herr Grießgram (alter Bekannter aus dem Pink-Thinker Buch) ist nicht so leicht umzustimmen.

Glücklicherweise kamen irgendwann die Wattekapseln auf den Markt, die erst im Magen aufgingen und sich dann zu Schwämmen vergrößerten. Warum Glücklicherweise? Na, so hatte ich endlich wieder eine neue Methode gefunden mir einzureden: „Diesmal wird es klappen“ und außerdem fluselt normale Watte im Mund rum.

Ok, das war in jungen Jahren. Zwischendurch kamen diverse Getränke auf den Markt die man anstelle einer Mahlzeit essen sollte. Zwar hatte ich ständig das Gefühl ich trinke verdünntes Mehl aber der Erfolg war es mir schließlich wert. Als der Tag gekommen war, an dem ich endlich wieder feste Nahrung zu mir nahm, konnte ich nicht genug von fester Nahrung bekommen und ich nahm mal wieder zu.

Die nächste Diät war wieder ein Trinkexperiment, diesmal ging es um so ein ekeliges Pulver das so Geleeartig wurde, wenn man es in einen O-Saft oder so rührte. Es hatte eine ähnliche Konsistenz wie Tapetenkleister oder das innere Gelzeug einer vollen Babywindel und es schmeckte ehrlich gesagt auch so. Ich würgte es dreimal täglich runter und dieses Pulver man mag es kaum glauben, es würgte - eh wirkte. Ja, du hast richtig gelesen. Ich hatte keinen Hunger mehr. Mir war nur den ganzen Tag übel und schlecht.
Also war auch das eine Niete. Nachdem ich etwa zweihundert Euro für Tabletten ausgegeben hatte, die im Schlaf Fett verbrennen sollten kam ich endlich an die Lösung aller Lösungen.

Mein Hausarzt erzählte mir von dieser Möglichkeit und ich griff natürlich beherzt zu. Es ging um ein Medikament, dass das überschüssige Fett einfach aus dem Körper schleusen sollte. Man nahm es einfach vor jeder Mahlzeit zu sich und schon gings los.
Und wie es los ging. Junge, junge. Ich erinnere mich, dass ich am liebsten die Pampers von meiner Tochter ausprobiert hätte und dann, der große Showdown, (du ahnst es: dieses Wort habe ich weise gewählt), in einem Restaurant. 

Ich schaffte es nur sehr knapp auf die Toilette und leider hörte der Showdown gar nicht mehr auf. Danach war ich drei Tage krank und schwor mir, endlich mit diesen bescheuerten Diäten aufzuhören und mich nicht länger zu quälen. Inzwischen wog ich 103 Kilo und das war wirklich mein absolutes Spitzen-Höchstgewicht das ich jemals erreicht habe. Ich stand vor dem Spiegel und heulte und heulte und kam so zu den Punktezählern aus Amerika.

Doch ich hatte die entscheidenden Umdenkpunkte nicht bedacht. So zählte ich und zählte ich und wenn auch nur mal die kleinste Gelegenheit war, endlich über die Punkte hauen zu können, schlug ich mir den Bauch voll. 

Da es leider in meinem Umkreis jede Woche eine gute Gelegenheit gab, wenn nicht zwei oder drei, nahm ich auch hier nichts ab. Aber wenigstens nahm ich auch nichts mehr zu.


Ich bin heute davon überzeugt, dass das alles nichts bringt. Es wird nur helfen deine Einstellung zu ändern. Weil du dir endlich und für immer die Flausen aus dem Kopf schlägst, Diäten machen zu müssen um eine gute Figur zu haben. Das ist völliger Quatsch, wie ich auch feststellte, als ich aus Versehen satt war. 

Der erste Teil ist nun als Download zum Kennenlernpreis erhältlich:


Aus Versehen satt! Figurprobleme waren gestern: Schritt 1: Umdenken - der Klick im Kopf!

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