Montag, 15. Dezember 2014

Projekt: Personaltrainer - eine Geschichte voller Missverständnisse

Huhu ihr Lieben …

Wann immer ich in den letzten Wochen anderen Frauen davon erzähle, dass ich an einem Sportprojekt mit Personaltrainer teilnehme, bekommen die Damen glänzende Augen, schauen ganz verzückt, beginnen nervös mit den Händen zu fuchteln und sagen Dinge wie:

„So ein Glück möchte ich mal haben …“

Wenn ich dann einen relativ verständnislosen Gesichtsausdruck als Antwort gebe, legen sie eine Erklärung nach:
„Mit einem superdurchtrainierten Mann oder wie sie hier im Rheinland sagen:"Leckerchen" durch die Gegend rennen und schwitzen. Also ich glaube, da gibt es Schlimmeres.“

Ok ja, es gib Schlimmeres aber jetzt mal für alle:

Glaubt mir, hier liegen ein bis zwei Missverständnisse vor.

Hier mal die Wahrheit.

Zu allererst, was den zugegeben superdurchtrainierten Trainer angeht: wenn ich dazu komme, seine Figur wahrzunehmen, dann nur im Sinne von:
„Ja der hat ja leicht reden.“

Stellt euch ein Personal Training so vor:

Ihr lauft durch den Wald aka Matsch. Eure Schuhe (die man nicht mehr erkennt) sind durchgeweicht. 

Frisur –Fehlanzeige.

Outfit- Wozu noch?

Eure angeborene Königlichkeit geht bereits auf den ersten fünf Metern, im Schweiße eures Angesichts baden, ihr stemmt Äste oder macht Liegestütz (bei mir blieb es bisher beim Versuch) an umgekippten Stämmen und spätestens, wenn er sagt, wir machen Pause und du denkst: 

„Na endlich.“ - er mit Pause aber meint, dass ihr Klimmzüge an einem Ast macht, vergeht der Glanz in den Augen und das Klischee hat sich selbst vernichtet.

Es war letzte Woche, als er irgendwann mitten im Training sagte:

„Jetzt machen wir Dips.“

Ich denke gemäß meiner nahrungsmittelerfreuten Natur:
„Hm, lecker. Endlich was nach meinem Geschmack. Mit getrockneten Tomaten und Kräutern?“

Ehe ich von selbst darauf komme, dass wir ja gar nichts zubereiten können, zeigt er auch schon an, was Dips wirklich sind. 



Seitdem versuche ich, mich von Dips fernzuhalten. Auch von denen mit Kräutern und sowieso, aus Versehen esse ich in diesem Advent nur, worauf ich mich wirklich freue und auch nur soviel, bis mein Körper sagt: „Ok, danke das reicht.“ Erstaunlicherweise geht das schon nach einem Dominostein.

Liebe Damen! Zurück zum Klischee: Es ist auch hier wie so oft im Zwischenmenschlichen. In der Phantasie hat es eben noch Sinn gemacht, die Realität sieht ein wenig anders aus.


Trotzdem ist er toll, der junge Mann mit Motivations-Tourette und superdurchtrainierten Nerven. Wie er es schafft, mein Gejammer und Gemaule jeden Montag zu ignorieren und immer noch gut gelaunt zu bleiben. Das muss man erstmal hinbekommen. Wie hier, als ich Situps oder wie das heißt auf einem (nassen) Baumstamm machen sollte. 


Immerhin: Er kniet.
Na bitte - geht doch!!!








Eure

Michaela Röder






(Buchautorin, aus Versehen satt, bringt diese Woche noch ein Buch zur Welt und: Der Gürtel passt nicht mehr *schreivorglück*).




P. S: Wer es nicht glaubt, kann ja mal die Probe aufs Exempel machen und ihn buchen:
Daniel Richter www.body-perfect.de (ich teile gern).


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